Ratgeber · Brandschutz-Compliance Schweiz
Brandschutzbegehung digital durchführen: Ablauf, Checkliste, Dokumentation
Eine Brandschutzbegehung ist der systematische Kontrollgang durch eine Liegenschaft: Fluchtwege, Brandschutztüren, Löscheinrichtungen, Kennzeichnung und technische Anlagen werden geprüft, Mängel dokumentiert und mit Verantwortlichkeit und Frist zur Behebung versehen. Digital durchgeführt wird das Inventar der Liegenschaft zur Checkliste: Jedes Asset wird per QR-Scan geprüft, Mängel entstehen mit Foto direkt vor Ort — und das Protokoll ist beim Verlassen des Gebäudes fertig.
Was wird bei einer Brandschutzbegehung geprüft?
Der Prüfumfang richtet sich nach Nutzung und Ausstattung der Liegenschaft. Sechs Bereiche gehören praktisch immer dazu:
Fluchtwege und Ausgänge
Frei begehbar, nicht durch Material verstellt, Türen in Fluchtrichtung entriegelbar, Aussentreppen begehbar.
Brandschutztüren und -abschlüsse
Selbstschliessend, nicht verkeilt, Dichtungen intakt, Feststellanlagen funktionsfähig.
Löscheinrichtungen
Feuerlöscher und Wandhydranten zugänglich, plombiert, im Wartungsintervall, Beschilderung sichtbar.
Kennzeichnung und Notbeleuchtung
Rettungszeichen vorhanden und beleuchtet, Sicherheitsbeleuchtung funktionsfähig, Piktogramme aktuell.
Brandlasten und Lagerung
Keine unzulässigen Brandlasten in Fluchtwegen, Technikräumen und Tiefgaragen; Abstände zu Zündquellen eingehalten.
Technische Anlagen
Sichtbarer Zustand von Brandmeldeanlage, Sprinkler, RWA und Aufzugssteuerung; Störungsanzeigen, freie Sprinklerflächen.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit — verbindlich sind die VKF-Richtlinien, kantonale Vorgaben und das Brandschutzkonzept der Liegenschaft.
So läuft eine digitale Begehung ab
Vorbereitung entfällt weitgehend
Das Anlagen-Inventar der Liegenschaft ist bereits erfasst — jede Brandschutzeinrichtung trägt ein QR-Label. Die Begehung startet ohne Ausdrucke und ohne Checklisten-Pflege.
Prüfen per QR-Scan
Beim Durchgang wird jedes Asset gescannt und der Zustand direkt am Smartphone erfasst — in Ordnung oder mit Beanstandung. Der Scan belegt, dass die Person tatsächlich vor Ort war.
Mängel sofort mit Foto
Eine verkeilte Brandschutztüre oder ein verstellter Fluchtweg wird im Moment der Feststellung dokumentiert: Foto, Beschreibung, Verantwortlichkeit, Frist. Kein Abtippen am Abend, keine verlorenen Notizen.
Protokoll und Nachverfolgung
Nach dem Rundgang ist das Begehungsprotokoll komplett: geprüfte Assets mit Zeitstempel, offene Mängel in der Mängelliste, fällige Wartungen in der Fristenüberwachung. Alles landet im Brandschutzdossier der Liegenschaft.
Begehung mit FireDox: ohne Login, ohne App
FireDox ist für den Alltag von Hauswarten und Servicetechnikern gebaut: QR-Label scannen, Zustand dokumentieren, fertig — im Browser, ohne Login und ohne App-Installation. Festgestellte Beanstandungen werden der Bewirtschaftung als Mängel-Vorschlag mit Foto vorgelegt und durchlaufen dort den Workflow mit Verantwortlichkeit und Frist. Jede dokumentierte Kontrolle setzt die nächste Frist im digitalen Brandschutzbuch automatisch — und das Brandschutzdossier bleibt ohne Nacharbeit aktuell.
Häufige Fragen zur Brandschutzbegehung
Wie oft muss eine Brandschutzbegehung durchgeführt werden?
Wer darf eine Brandschutzbegehung durchführen?
Was ist der Unterschied zwischen Begehung und Sichtkontrolle?
Was gehört ins Begehungsprotokoll?
Welchen Vorteil hat eine digitale Begehung gegenüber der Papier-Checkliste?
Erstbegehung als Pilot — eine Liegenschaft, CHF 250.– pauschal
FireDox erfasst den Bestand einer Liegenschaft Ihrer Wahl vor Ort, klebt QR-Labels auf alle Assets und richtet Fristen-Tracking und Mängel-Workflow ein. Die nächste Begehung führen Sie digital durch.
Quellen
- VKF — Projekt BSV 2026 (Totalrevision der Brandschutzvorschriften)
- GVB Hauszeit — Brandschutzrevision 2026: Das ändert sich
Stand der Angaben: Juli 2026.
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